Coronavirus, Covid-19, Andalusien (insbesondere Axarquia) und Sardinien

Liebe Feriengäste und Urlauber...

April & Mai 2020:
Anfang April (2 Wochen nach dem ersten Schock, Tag und Nacht gefühlt ohne Schlaf etc.) haben wir uns entschlossen, eine persönliche Schilderung hier aus Andalusien bzw. aus Nerja - wo wir ja auch selbst wohnen - online zu stellen. Diese aktualisieren wir so oft wie möglich. Und selbst jetzt noch ist  ja mach einer vielleicht verunsichert, was die Reisen hierher angeht. Was liegt also näher, als ab und an direkt von hier zu berichten. Natürlich sind das unsere persönlichen Informationen sowie Zahlen und Berichte, die wir aus den seriöseren Informationsquellen haben - oft auch von der Ärztekammer hier vor Ort und von Medizinern. Wir haben die Angaben seit Anfang April immer wieder aktualisiert. In Andalusien stellt und stellte sich die ganze Zeit  alles sehr positiv dar... aber trotzdem sind das alles rein persönliche und eher private Darstellungen von uns - ohne Anspruch auf Vollständigkeit, komplette Richtigkeit etc....

  • Hinweis: Schnell noch eine Info an unsere Gäste, die zwar bei uns schon umgebucht hatten, die Flüge für den Urlaub aber noch nicht (den Flug also noch haben) ... Im Moment sind wir ja in einem sehr schnellen, positiven Wandel. Hier sieht alles ziemlich gut aus, viele Dinge wirken schon wieder fast normal (bis auf einige Abstandsregeln und solche Sachen natürlich). Wir werden uns wohl sowieso alle für eine gewisse Zeit an ein 'neues Normal' gewöhnen müssen. Wenn Sie also doch lieber zu Ihrem ursprünglich gebuchten Termin reisen möchten können Sie sich gerne bei uns melden. Sicherlich finden wir auch dafür eine kulante und faire Möglichkeit, Sie wieder auf Ihren Termin und Wohnung (oder bei Verfügbarkeit auf eines unserer anderen Ferienobjekte) terminlich zurück zu buchen. Lesen Sie unseren Beitrag, wie wir mit noch mehr Hygiene zu Ihrer Urlaubssicherheit beitragen...

Flüge: Wir lehnen uns hier mal ein bisschen aus dem Fenster und sagen mal etwas zu den Flügen... wir gehen mal davon aus, dass die Politik in Deutschland nur noch eine sehr kurze Zeit versuchen wird, mit den 'Anti-Auslandsreisen'-Meldungen den diesjährigen Sommertourismus in die deutschen Regionen umzuleiten. Der Inlandstourismus wurde schon ausreichend gestärkt und die Anbieter so auch für die Maßnahmen und Verluste der vergangenen Wochen ein bisschen entschädigt. Wenn dann nun genügend Buchungen vorliegen und man nun oft sogar nicht mal mehr alle Anfragen positiv beantworten kann (sprich der inländische Markt gut genug 'gesättigt' ist, wird nach Österreich jetzt sicherlich auch immer mehr das Reisen in andere Länder de EU möglich gemacht werden - Ende Mai ist man ja nun auch schon dabei. 
Update 22. Mai: Und schon sieht man, wir hatten Recht. Alle rudern zurück, der Sommerurlaub 2020 im Ausland soll nun wieder möglich werden. Die Fluggesellschaften sind noch etwas verhalten und jede hat auch eine etwas andere Haltung (ja nach Landessitz und Hilfen, die sie zu erwarten haben, ist anzunehmen).
Easyjet zum Beispiel hat gerade ein Video hochgeladen, wo Sie sich das Fliegen im Sommer 2020 anschauen können - und die Sicherheitsmaßnahmen... Die scheinen also wieder loslegen zu wollen mit den Flügen.... und Malaga ist - wie man hier liest - auch einer der 5 Flughäfen in Spanien, der immer offen war und jetzt als einer der ersten wieder konkret hochgefahren werden soll für die Auslandsflüge...
Und noch eine Information: Die Flughäfen sind und waren nie geschlossen. Sie wurden nur runtergefahren. Nun werden die Flieger bald wieder starten, wie man liest und hört. Viele Fluggesellschaften stehen zurzeit stehen in den Startlöchern zur Wiederaufnahme ihres Betriebes und haben schon aufgeklärt, dass weiterführende Schutzmaßnahmen für das Fliegen getroffen werden und wurden. Viele Experten haben auch im Fernsehen schon erklärt, dass Fliegen ziemlich sicher ist, da die Luft in einem Flieger alle 3 Minuten komplett ausgetauscht wird und der Virus wohl anscheinend deutlich länger brauchen würde, um sich zu etablieren. Die Maßnahmen in der touristischen Fliegerei stellen sich recht vielfältig dar, wie man so hört und liest. Natürlich wird es vernünftigerweise auch hier Maskenpflicht geben und Händedesinfektion - an die Masken hat man sich ja irgendwie mittlerweile fast schon gewöhnt...


Update Mitte Mai: 
Wie nett... Jetzt scharren Spanien und Deutschland beide noch mal ein bisschen mit den Hufen und bäumen sich noch mal politisch auf, bevor sie irgendwann demnächst der Reiselust der Menschen und der Macht der Reiselobby nachgeben werden und die Grenzen wohl wieder für Reisen öffnen - habe ich schon seit längerer Zeit vermutet und nun kristallisiert sich das genauso täglich etwas mehr heraus.
Mittlerweile nehmen wir nun wahrscheinlich fast alle an, dass es hier eventuell doch auch um 'Politik' und nicht mehr nur noch um Gesundheit ging? Nun rüstete Spanien Anfang Mai noch mal schnell als Gegenschlag nach mit der Quarantäne. Nun musste es also auch anders herum auch noch ein bisschen Quarantäne für die Einreisenden geben, wenn man aus anderen Ländern in Spanien einreist.... Natürlich wegen der Gesundheit, damit auch die anderen Länder der EU endlich merken, dass Spanien mittlerweile sehr gute Zahlen hat, ja? Auch das wird nun (Sicht Ende Mai) nicht mehr lange gehen können mit der Quarantäne, steht zumindest stark anzunehmen.
Und da Andalusien mit die besten Corona-Zahlen überhaupt hat und hatte, wurden in die Provinz Malaga zur Ernüchterung der andalusischen Landesregierung (Oppositionspartei zur Zentralregierung von Ganz-Spanien) - und in weitere Provinzen Andalusiens - vielleicht mal wieder ein paar mehr Tests geschickt, damit wir hier statt einem Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner nun 2 Neuinfizierte haben und somit unsere Lockerung noch mal um ein bis zwei Wochen verschoben werden konnte? Komisch, in Deutschland werden die Maßnahmen nur in Gegenden verschärft wo es weit mehr Neu-Infizierte pro 100.000 Einwohnern gibt - hier passierte das gerade vorübergehend wegen einer ganz kleinen Steigerung. En Schelm wer Böses dabei denkt...
So unterschiedlich kann man alles interpretieren, wenn es hilft.... Kein weiterer Kommentar. Das kann man dann als kleinen Schlag ins Kontor noch mal schnell machen, um sich politisch in die Brust zu werfen - aber durchhalten kann man das wohl eher nicht sehr lange. Man will ja auch von den Andalusiern in der nächsten Wahl noch Stimmen bekommen, ist anzunehmen... 20. Mai: Aber mittlerweile ist auch die Provinz Malaga mit der Axarquia (sprich Nerja, Torrox und Sayalonga) in der Phase 1. Die Bars und Restaurants haben die Terrassen wieder geöffnet und wir bekommen noch mehr Normalität. Die Leute tragen Masken bei sich, setzen sie aber nur dann auf, wenn man Kontakt enger als 2 m nicht vermeiden kann.
Und einige Fluggesellschaften haben für spätestens Juli ja auch wieder viele Flüge nach Spanien angekündigt - siehe unten. Da kann man annehmen, dass die ein bisschen besser informiert sind, was weiter noch so geplant ist, als wir 'einfachen Leute'...

Update Anfang Mai: 
Am 07. Mai hatte Andalusien unter einem Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohnern, das mal so vorweg. Sagt da jetzt noch jemand, dass wir hier in Andalusien nicht sehr gut dran sind? Wir hatten die ganze Zeit sowieso eher Vorsichtsmaßnahmen als Corona. Und das Virus mag unser Klima hier anscheinend die ganze Zeit über nicht. Madrid und Barcelona sind im Winter und Frühjahr ziemlich kalte Zonen in Spanien während die Costa del Sol gegenüber Afrika liegt und wir dieses Jahr einen sehr warmen Januar und Februar hatten, das ging bis Mitte März. Wahrscheinlich hat uns auch das hier den Virus ziemlich ferngehalten. Mitte März wurde das Wetter schlechter, aber da fingen auch die Maßnahmen gegen das Virus an. Das passte also ganz gut.


Aktuell - zu den generellen Maßnahmen: 

Im Moment überschlagen sich hier in Andalusien die Meldungen zum Thema Maßnahmen-Rücknahme, Details können Sie ein bisschen weiter unten nachlesen...
Was geplant (und teilweise schon festgeschrieben) ist: Die Maßnahmen sollen in 4 Phasen bis zum 22.06.20 zurückgefahren werden. Ab diesem Datum sollen wir selbst auch wieder außerhalb unserer Provinz Malaga verreisen dürfen, wenn die bereiste Provinz zahlentechnisch ähnlich gestellt ist wie die eigene Provinz. Und auch vorher darf man wahrscheinlich schon innerhalb der eigenen Provinz wieder reisen. Wir würden innerhalb Andalusiens auf jeden Fall auch jetzt schon reisen - und werden das dann bald auch tun wenn es erlaubt wird, wir sind einfach urlaubsreif - und wenn es nur ein verlängertes Wochenende auf dem Campingplatz ist... wir müssen irgendwann mal wieder ein paar Tage 'nichts tun'...

Die andalusische Landesregierung ist im Moment übrigens dabei - genau wie Mallorca - sich von Gesamtspanien etwas zu separieren und zumindest Sonderregelungen zu bekommen, was die Maßnahmen angeht. Hier für unsere Gegend wäre diese extreme Strenge wahrscheinlich sowieso nicht so notwendig gewesen, wer weiß das schon. 
Bis heute hat die andalusische Regierung schon Einiges erreicht. Und ein Individualurlaub - in der Art von 'Sonne genießen, Spaziergänge, Strand und Essen gehen mit Abstand - sieht selbst für Mitte Juni schon gar nicht mehr so völlig unmöglich aus... es hängt eher an der Politik als wirklich an 'Corona', hat man im Moment den Eindruck... Für den, der reisen möchte, macht es sicherlich Sinn, wenn das Ganze in einer individuellen Ferienwohnung stattfindet, zumal diese bei uns in San Juan de Capistrano und Oasis de Capistrano (Nerja) ja sogar alle einen eigenen, separaten Eingang von draußen haben, ähnlich wie ein Reihenhaus... da muss man mit niemandem zusammentreffen und es gibt keine Fahrstühle, Essensäle etc. etc. Die Restaurants hier haben fast alle große Terrassen und das Bürgermeisteramt scheint die mögliche Belegung der öffentlichen Plätze draußen für die Betreiber auszudehnen, damit die Abstände eingehalten werden können.
 

Weiter geht es bei uns mit einer Mischung aus Rücknahmeplänen der Maßnahmen für Andalusien und teils ganz Spanien - aber wenn es für Andalusien gilt, kann man es hier ja in einer Auflistung nennen, viel weiter werden Sie ja nicht reisen wollen:

Die autonomen Regionen (also Andalusien als Beispiel) werden alle 2 Wochen überprüft. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann dann immer der nächste geplante Schritt für die jeweilige 'Autonome Region' (wie ein Bundesland zu sehen) in Kraft treten. Andalusien ist mit vielen Dingen aufgrund der guten Zahlen früh dran. Mittlerweile werden sogar die Provinzen (Malaga gibt es z. B. als Stadt Malaga und dann noch die Provinz Malaga, wo die Axarquia liegt) unterschiedlich gewertet und behandelt. Und da die Axarquia sehr gute Zahlen hat, wird es hier wohl schneller gehen als anderswo. Update: Wir sind gerade um eine Woche hier (bei exzellenten Zahlen) zurückgeworfen worden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt wie die unterschiedlichen Parteien. Provinzen mit gleichen oder schlechteren Zahlen aber der Regierungspartei an der Macht, sind schon weiter. Wahrscheinlich werden wir also dann erst in der nächsten Woche (mit einer Woche Verspätung) von Phase 0 auf Phase 1 gelassen werden.

Wir nennen hier mal Beispiele von Theman, von denen wir annehmen, dass sie für Sie interessant sind:

Seit 02. Mai darf man hier wieder Spaziergänge mit 2 Personen machen - und Sport (Radfahren, Laufen, Wandern in der Nähe, etc.). Es gibt noch ein paar Regeln dafür, aber es ist gut machbar.
Friseure, Optiker und Physiotherapeuten (als Beispiel) sind seit 04. Mai. wieder geöffnet - und arbeiten mit Einzelterminen.

Seit 18. Mai: es haben die Terrassen von Restaurants wieder geöffnet (mit festgelegten Höchstzulassungszahlen an Gästen). Ebenfalls können die Hotels öffnen, noch unter Beschränkungen - die Beschränkungen werden dann ab bis zum 25. Mai immer weiter runtergefahren. Nicht jedes Hotel öffnet, weil es sich oft unter den aktuellen Bedingungen nicht lohnt. Meistens werden es Familienbetriebe sein, die sich dazu entschließen. Die anderen geben an, Sie müssten wegen Corona geschlossen bleiben, was sich dann wohl eher auf wirtschaftliche Belange beziehen dürfte.
Museen können mit 30% der normalen Besucheranzahl wieder besucht werden. Auch Sport in Fitnessstudios soll dann wieder möglich sein. Tennis, Padel und Leichtathletik sind hier ebenfalls inbegriffen.

In der nächsten Phase - 25. Mai - sollen unter Erfüllung der Vorgaben auch die Innenräume der Restaurants wieder geöffnet werden. Ab diesem Datum sollen auch viele Geschäfte wieder für das Publikum öffnen. Ebenfalls die Wochenmärkte. Und was für viele Andalusienurlauber sehr wichtig ist: die Alhambra de Granada.

08. Juni: Andalusien hat bereits einen Plan vorgelegt, wie die Strände wieder zeitnah geöffnet werden können. Das soll spätestens zum 08. Juni passieren - natürlich auch unter Beachtung von Vorgaben. Wanderwege sollen dann ebenfalls freigegeben werden und der Aktivtourismus soll eröffnen und möglich werden (Kanufahren und solche Angebote). Auch Bars sowie Diskotheken und Nachtclubs sollen ab dem 08. Juni wieder öffnen können.

Wie Sie weiter unten lesen können, war und ist Andalusien einer der 4 größeren Regionen, die die besten Zahlen hatten und haben - siehe oben ganz aktuell. Wir kennen einen einzigen Coronafall hier persönlich und der ist schon wieder gesund (in Deutschland haben wir viele Freunde, die Corona hatten oder in der Familie oder Freundeskreís.
Anfang Mai hatte Nerja insgesamt 7 bestätigte Coronafälle (28 Fälle auf 100.000 Einwohner - wenn wir 100.000 Einwohner hätten) - und unser Bezirkskrankenhaus arbeitet die ganze Zeit im Normalbetrieb. Durchschnittlich sind ca. 5 - 7 Coronakranke in diesem Kreis-Krankenhaus im 25 km entfernten Vélez-Málaga auf der isolierten Normal-Station (damit sie überwacht und mit normalem Sauerstoff versorgt werden können). Bis jetzt musste niemand hier in diesem Krankenhaus auf die Intensivstation, niemand musste bis Anfang Mai beatmet werden und es gibt einige Beatmungsgeräte - die wurden einfach nicht gebraucht. Wir waren hier wohl also schon ganz gut vorbereitet - nur eben wenig betroffen. Das Krankenhaus bereut mittlerweile, dass sie so viele Operationen verschoben haben.
Hört sich alles sehr ähnlich an wie in Deutschland? Ja, scheint so und teils noch besser, vielleicht wegen des Klimas hier in Südspanien.

Unser Klima hier scheint wirklich unangenehm zu sein - für das Virus....   ;-)


Weiter im Allgmeintext:
Im Moment sehen die Zahlen - wie sehr gerne in der deutschen Presse dargestellt und aus der Ferne betrachtet - 'in Spanien' angeblich immer noch nicht sooo toll aus, da permanent anstatt von den hiesigen 'Brennpunkten' wie z.B. Madrid und Barcelona immer insgesamt von 'Spanien' die Rede ist. Stark betroffene Großstädte scheint es auch überall zu geben. Und große Städte hat es insgesamt wohl auch mehr getroffen, siehe das bedauernswerte New York. Während es in den eher dörflich besiedelten Gegenden der USA auch viel besser aussieht. Den Grund benennt ja schon die eigene Logik... Mehr Menschen auf engerem Raum.

In Bezug auf Spanien wirken die Schilderungen - und die oft genannten 'Gesamtzahlen' - immer noch nicht so toll, aber nicht mal das stimmt wirklich.
Wenn man aber nun mal nur Andalusien betrachtet, sind solche Aussagen nur absolute Panikmache. Man sollte bedenken, Spanien ist groß und Spanien ist ja nicht = Andalusien. Und schon gar nicht die Axarquia - das ist die Gegend, in der Nerja, Torrox, Sayalonga, Cómpeta und auch unser nächst gelegenes Krankenhaus in 'Vélez-Málaga', wo wir immer wieder die Meldungen bekommen, dass da nichts los ist, was Corona angeht. Die ersticken unter Maßnahmen aber nicht unter dem Virus selbst ;-) .... die Armen.

Vor allem erscheint uns das Ganze manchmal ein bisschen so, als wollte man im Norden mit der Darstellung/Beschreibung der spanischen und italienischen Corona-Brennpunkte von der eigenen Situation gerne auch etwas ablenken. Und übrigens, Anfang Mai - mittlerweile geht es selbst in Madrid wieder ziemlich aufwärts, es ist immer noch nicht toll, aber die 'Bewegungen' sind gut.

Wichtig wäre generell wirklich, dass man - wie es hier mittlerweile auch geschieht - mehr nach Regionen schaut und nicht einfach alles nur nach 'Ländern' aufschlüsselt. Sie als Urlauber wollen in der Regel nicht viel weiter weg von der Ferienwohnung reisen, die meisten machen maximal noch eine Andalusienreise.

Schauen Sie mal weiter unten, wie es so mit den Coronawerten hier bei uns in der Gegend aussieht. Das ist teils beneidenswert, würden wir sagen. Nur ein kleines Beispiel: Es wird zurzeit so extrem nach dem Basis-Reproduktionswert geschaut. Diese Gegend hier, wo auch Nerja liegt, nennt sich wie gesagt 'Axarquia'.
Andalusien hatte Ende April einen Basis-Reproduktionwert von 0,7. Das war der Wert, den sich Deutschland fanz öffentlich im TV für das eigene Land gerade für überall gewünscht hat ;-) Und die Axarquia liegt noch viel viel besser als Gesamt-Andalusien sowieso schon...

  • Natürlich kann jeder verstehen, dass in der Presse und Politik oft erst einmal das eigene Land mit positiven Meldungen gestärkt wird; der Tourismus soll nun auch ganz schnell im eigenen Land wieder anlaufen - und am Besten hauptsächlich dort. Diesen Sommer versucht man anscheinend für die deutsche Tourismus-Branche zu retten, indem man viele Bucher und Umbucher nach Deutschland lenkt, ähnlich dürfte es in Österreich und der Schweiz aussehen etc.

Aber eines kann man nur schwer verstehen: Keiner kann exakt in die Zukunft sehen. Entstehen die ganzen Empfehlungen - nur noch im eigenen Land zu reisen - zurzeit, weil alle Ecken in Deutschland nun wirklich so viel sicherer sind als zum Beispiel Andalusien oder Sardinien? Das grenzt ja nun schon an echten Verboten, auch bei besseren Zahlen seine Euros in andere Länder als Deutschland zu tragen.

Und vielleicht ist ja bald auch Andalusien - mit im Moment ziemlich undramatischen Coronazahlen und sehr konkreten Ideen zu den Vorsichtsmaßnahmen - bald sogar besser dran. Es wird eher an der Politik beider Länder und der Ansicht zum Thema Vorsicht liegen, wie es weiter geht.

Und es gibt nämlich auch viele anderen Forderungen zum Thema Urlaubsreisen, das hören wir immer wieder:
Die Wahrscheinlichkeit für gutes Wetter in einem Urlaubsland wird durch die jetzige Krise nicht verändert und viele Leute möchten nun mal einfach gerne in die wärmeren oder wetterstabileren Gebiete Europas in den Urlaub reisen. Und wir haben hier an der Costa del Sol weiterhin 'das beste Klima' Europas - so sagt zumindest die Statistik und sehr gut ist das Wetter alle Male...
Also möchten viele Urlauber gerne bald wieder nach Südspanien reisen - und auch wir selbst sind im Moment gerne hier. Wir haben hier in dieser Ecke ein ziemlich gutes Gesundheitssystem, was auch auf Touristen und andere Sprachen eingestellt ist (Übersetzungsservice in den Gesundheitszentren und im Krankenhaus von Velez-Malaga als Beispiele). Weiterhin haben wir hier hochmoderne, sehr gute Privatkrankenhäuser (mit internationalem, vielsprachigem Personal) und Privatpraxen in vielen Sprachen. Natürlich ist das Gesundheitssystem in Madrid jetzt gerade hoffnungslos überfordert, gar keine Frage - das sind schreckliche Zahlen und schreckliche Bilder. Aber das liegt doch nicht 'an Spanien' in eigentlichen Sinne. Das wäre in Deutschland bei gleichen Zahlen in einer so derartig betroffenen Großstadt wie Madrid vielleicht auch nicht viel anders? Aber zumindest hat das alles im Moment nichts mit der hiesigen Ecke bzw. direkt mit Andalusien zu tun. 

Die Axarquia und auch Gesamt-Andalusien haben und hatten die ganze Zeit gute Zahlen, und sicherlich kann man bald Reisen hierher wieder empfehlen, wenn die Zahlen nicht steigen und die Rücknahme der Maßnahmen in Phasen gut klappt. Deswegen hatten und haben wir für die akuten Fälle (unsere Gäste, die im März und April nicht reisen konnten und im Mai bis Mitte Juni nicht hierher reisen können), sehr  kulante Angebote 'im Gepäck', wie sie ihren Urlaub nachholen können. Wir haben das von Anfang an für diese Krise für fair und empfehlenswert gehalten. Alle unsere Gäste mit Buchungen für die jetzt kommenden Wochen können uns anschreiben und nachfragen. Einige Konditionen dafür haben wir schon auf unserer Webseite veröffentlicht.

Wir selbst würden im Moment (wenn man könnte) z.B. auch ohne große Gesundheitsbedenken nach Sardinien reisen.... und das ist auch 'Italien'. Aber diese wirklich große Insel ist eben auch sehr wenig betroffen... siehe ganz unten. Ähnlich ist es hier an der Costa del Sol bzw. in Nerja und Umgebung (Axarquia und weiter östlich, ebenfalls Murcia als Beispiel - bis ca. 300 km nordöstlich). Das Wetter und die Sonne entschädigen trotz der sicherlich immer noch existierenden Maßnahmen im Sommer. Die Landschaft, das Meer und das Wetter sind immer noch gleich...

Gerade werden für den Herbst und für den Winter wieder vermehrt Fernreisen angeboten. Wenn man darüber nachdenkt, ist das auch eine komische Vorstellung. Nur weil aus einigen fernen Urlaubszielen die Coronazahlen und Nachrichten nicht so intensiv ihren Weg ins deutsche Fernsehen finden.... ist es deswegen dort sicherer? Möchte man die Nachzügler von Corona in einem Land außerhalb Europas und in einem völlig unbekannten Gesundheitssystem erleben? 
Natürlich, jetzt könnte man denken, jeder redet sein eigenes Gebiet 'schön'. Und wir eben die Costa del Sol. Aber so ist es nicht nur. Wir würden ohne Bedenken auch bald wieder nach Deutschland kommen, das gilt auch für Österreich oder Griechenland, auch Süditalien etc. Aber von dort aus käme man irgendwie notfalls wieder zurück nach Hause. Egal ob das nun Deutschland oder Spanien oder...heißt. Schnell mit dem Flieger, wenn sie denn wieder fliegen aber sicher dann auch irgendwie wieder über das Festland mit Auto, Zug etc. Selbst jetzt hat das ja für die meisten Urlauber sehr gut funktioniert, natürlich wird nicht von den vielen Rückreisenden berichtet, die eher unkompliziert zurückfliegen konnten. Sondern von denjenigen, die eine 'Story' zu bieten hatten.

Aber ein Fernziel wäre auch uns im Moment zu 'heiß', sogar wenn es spanischsprachig wäre, wo wir die Sprache wirklich gut beherrschen. Es ist mehr das komplett Unbekannte dort und einfach zu weit weg. Spanien gleicht Deutschland heutzutage ziemlich, wenn man die Sprache kann bzw. auch, wenn man notfalls auf sprachliche Hilfe in deutsch oder englisch zählen kann. Die Technik ist ähnlich (Internet, Autos, Medizintechnik etc.), das Gesundheitssystem ist nicht so extrem anders, EU-Regeln müssen eingehalten werden etc. etc. Für uns hat Spanien keinen 'exotischen' Charakter mehr. Wir stellen in den letzten 10 Jahren eine relative Angleichung fest. Und Andalusien hat als vormals etwas unterentwickelte Region da in kürzerer Zeit auch einige Stufen übersprungen.

Nur - selbst eine Fernreise sollte doch spätestens dann wieder möglich sein, wenn eine Impfung existiert oder die Medikamente entwickelt wurden und wirken. Dann ist es einfach wie vorher - es gibt gewisse Risiken in fernen Ländern, die man immer gerne für einen schönen Urlaub eingeht. Und dann reist man wieder, auch noch weiter weg...

Kurz noch eine kleine 'Anekdote' zu TV-Berichten:
Kennen Sie schon den Effekt, den wir (erst) bemerkt haben, seit wir nach Spanien umgezogen sind? Das kann man vielleicht auch auf einige andere Dinge übertragen...
Einer der Hauptgründe, warum wir hierher gezogen sind, ist neben den netten Menschen die Sonne - und das gute Klima (was anscheinend neben der dörflichen Lage von Nerja und Umgebung hier im Moment auch ganz gut für bzw. gegen Corona zu sein scheint, wir hatten von Januar bis Ende Februar einen sehr warmen und schönen Winter).
Was uns also schon vor Jahren aufgefallen ist.... ist ein 'Presse-Effekt' im deutschen Fernsehen, den wir wirklich sehr oft beim Nachrichten schauen beobachten...

Oft, wenn in Deutschland schlechtes Wetter herrscht, Regen, Kälte, keine Sonne über viele Tage oder Wochen etc., sucht sich die deutsche Presse für die Wettervorhersage erst einmal andere Länder aus - die eigentlich für gutes Wetter bekannt sind wie hier - und die gerade an diesem Tag mal wettertechnisch schlimme oder zumindest sehr schlechte Wettermeldungen zu bieten haben. Das kommt dann direkt vor dem deutschen Wetter, sozusagen als 'Vormeldung' für das deutsche Wetter.

Die Wetterleute im TV suchen sich auffällig oft 'für vorab' ein negatives Wetterextrem aus diesen Gut-Wetter-Ländern. Mal eine Überschwemmung in Italien, mal Hitzetote in Andalusien (in Sevilla, hier haben wir an der Küste immer gemäßigtes Klima und 32° statt der im TV erwähnten 45 Grad in Sevilla, aber es wird ganz effektiv nur 'Andalusien' gesagt) etc. etc. Wenn es in Europa nichts an schlechtem Wetter gibt, dann muss oft auch das entferntere Ausland herhalten mit einem Tornado oder was auch immer. Es gibt selten Schlecht-Wettertage in Deutschland, wo nicht irgendwo anders in der Welt ein schlechteres Wetter herrscht als normal und wo das dementsprechend genannt werden kann. 
Und danach kommt dann das an diesem Tag schlechte Wetter für Teile oder Ganz-Deutschland. Naja, sagen wir, natürlich könnte das auch alles Zufall anstatt der angenommenen Prioritätensetzung sein. Aber wenn das Wetter in Deutschland so richtig gut ist, werden auch häufig weniger - oder nur wenn es ganz schlimm ist - Wetter-Extreme im Ausland erwähnt. Für uns persönlich könnte das wirklich fast System haben, ist ja psychologisch auch nachvollziehbar. Weil es die eigene Bevölkerung dann etwas beruhigt, dass es an diesem Tag in Deutschland wettertechnisch ja trotz des schlechten Wetters doch gar nicht sooo schlimm ist.
Das fällt uns übrigens erst auf seitdem wir hier wohnen und natürlich weiter deutsches, gutes TV schauen - das spanische ist von der Machart her nicht so wirklich etwas für uns.

Also, wenn Sie Lust haben, achten Sie mal darauf, Sie werden sich amüsieren über diese Tricks - wenn man dann schon mal darauf aufmerksam geworden ist... Deutschland ist toll und hat sehr viele Vorteile, keine Frage. Aber das Wetter ist nicht unbedingt der vorderste positive Punkt, wenn man an Deutschland denkt - oder sagen wir nur manchmal, seit es nun schon zwei oder dreimal einen wirklich tollen Sommer gab...

Konnte und kann man diese Beobachtung in den letzen Wochen vielleicht auch etwas auf das Thema Corona übertragen? Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung...

Nein, in Andalusien sind und waren wir die ganze Zeit weit davon entfernt, schlimm 'dran zu sein'. Auch nicht viel anders, als die nicht so betroffenen Gebiete in Deutschland als Beispiel.

Wir finden, man sollte wirklich unbedingt beachten, dass die autonome Region Andalusien nicht in dem Sinne 'Spanien' ist. Natürlich gehören wir hier auch zu Spanien aber wir sind und waren ziemlich wenig am Auftreten dieser wirklich schrecklichen Coronazahlen der Vergangenheit beteiligt. Hamburg und Bayern waren im April zum Beispiel laut den Zahlen deutlich schlimmer dran als das gesamte Andalusien (pro Kopf Zahlen), obwohl z.B. einer der Konzentrationspunkte wie Sevilla (als sehr große Stadt) und Malaga-Stadt mit einberechnet wurde. Die Pro-Kopf-Fälle (pro Hundertausend Einwohner) in Andalusien lagen bei etwas mehr als der Hälfte der Zahlen für z.B. Hamburg (das schwankt natürlich). Hier in Nerja und Umgebung gibt es bis heute (Anfang Mai) 7 bestätigte Fälle, man hört auch privat wenig, wie gesagt, wir kennen privat nur einen einzigen Fall. Das war jemand aus dem Nachbarort Torrox Pueblo, der im Krankenhaus im 20 - 25 km entfernten in Velez- Malaga war (damals zusammen mit weiteren zwei Fällen zur Vorsicht, wegen der Lungenentzündung Covid19), nichts mit notwendiger Beatmung oder Intensivstation - bis heute. Er wurde Mitte April als geheilt entlassen werden und ist nun immun (bzw. richtig ist eher das Wort 'resistent' im medizinischen Sinne), wenn man auf die Wissenschaftler bzw. Ärzte hört. Er ist freiwillig noch 2 Sicherheitswochen zuhause geblieben. Auf dem Dorf verbreiten sich Nachrichten sehr schnell - und hier ist im Umkreis von 60 Kilometern 'Dorf'.

Wir empfinden es hier also als ziemlich sicher und die exponentielle Kurve der Ansteckungen sinkt seit vielen Tagen.

In Malaga-Stadt sind glücklicherweise auch im Verhältnis relativ wenig Erkrankte gestorben und dort gab es die höchste Anzahl geheilter Coronafälle in ganz Andalusien. Malaga war früh dran, weil am Anfang - bzw. vor den Maßnahmen - wahrscheinlich noch viele Madrilenen mit dem AVE (Hochgeschwindigkeitszug) eingereist sind. Das ist aber nun schon lange her. Im Moment gehen die Zahlen in Malaga stetig zurück. 

Malaga liegt - wie Sie vielleicht wissen - auch 65 km von Nerja entfernt, deswegen kann man die Provinzhauptstadt nicht mit der dörflichen Gegend hier in der Axarquia vergleichen. Und wir verlassen uns auch lieber auf unsere eigenen Quellen, da bekamen wir bisher immer alle Maßnahmen bzw. auch die Dauer ganz gut vorher gesagt. Aber alles was Vorsichtsmaßnahmen für ganz Spanien angeht ist natürlich schon immer das Gleiche. Außerdem ist Malaga ja unser Flughafen.
Im Moment haben wir Beschränkungen bis 11.05. 
Nur in dieser Alarmstufe, der 'Stufe gelb', kann die Zentralregierung über alle Maßnahmen komplett selbst bestimmen. Schauen wir, wielange das noch haltbar ist und vor allem, wie das Thema Andalusien bei diesen guten Zahlen gesehen werden wird.
Und es hat auch auch Sinn gemacht, so streng bis 11. Mai - um mindestens noch die Mai-Demonstrationen (zum 1. Mai) zu verhindern. Da könnten sich sonst zu viele Leute anstecken und das landesweit, also auch in den Brennpunkten. 
Die verschiedenen Politiker veröffentlichen hier jetzt schon wieder ganz unterschiedliche Meinungen. Einige sagen zum späten Frühjahr bzw. Sommer sollte man den Tourismus wieder ermöglichen, andere sagen Ende des Jahres. Man weiß also mal wieder, dass man nichts Konkretes weiß. Aber Anfang Mai wird langsam alles schon mal etwas Konkreter.

Also wer kann jetzt für Andalusien behaupten, dass man hierher noch lange nicht reisen kann? Vielleicht wird man gerade hierher gut reisen können im Sommer. Gutes Wetter, Wärme, aber nicht zu warm, das sind zusammen genommen mit den sowieso eher wenigen Fällen (auch mit Deutschland in vielen Gebieten verglichen wenig) doch Gründe, warum es nicht unbedingt schlecht aussieht. Natürlich kann man nie wissen, wie und was die Politik in beiden Ländern entscheiden wird, aber das hängt dann wohl nicht an den hiesigen Zahlen in Andalusien.

Niemand kann in die Zukunft schauen, aber man kann Tendenzen betrachten. Und wer wegen der gebeutelten Fluggesellschaften vielleicht dann nicht fliegen kann, kann sich überlegen, ob er mit ein oder zwei Nächten Zwischenstopp eine Autoanreise macht. Mit zwei Nächten ist das aus ganz Deutschland möglich. Und wenn man dann vielleicht noch 2 Fahrer hat... noch besser.

Wir fliegen nicht so gerne und fahren die Strecke selbst ein bis zwei Mal im Jahr. Sie können uns glauben, es ist eine wunderschöne Strecke, wo landschaftlich spätestens ab der Schweiz oder Frankreich so richtig Urlaub beginnt. Wenn Sie das machen möchten, fragen Sie uns gerne nach Tipps für tolle, günstige Hotels an der Strecke. Auch die Mautgebühren sind nicht so hoch, kann man bezahlen. Tipps zum Tanken etc. haben wir natürlich auch parat.

Und außerdem müssen auch die Flieger zeitnah irgendwie wieder in die Luft. Vielleicht nicht im Mai, aber hoffentlich dann doch im Juni. Europa sollte eigentlich nicht nur ein theoretisches Wort sein. Wieviele Virologen haben schon so oft im Fernsehen gesagt, dass die Schließung der innereuropäische Grenzen nicht viel Sinn macht. Der Virus ist in jedem Land und man sollte aber innerhalb der Länder eher auf die Brennpunkte schauen und nicht irgendwelche Reisepläne nach einem 'Land' beurteilen. Wenn es wieder geht, ist die Region wichtig und nicht die echte staatspolitische Grenze.

Andalusien ist ziemlich gut dran und wir hoffen alle, dass es mit den zurzeit strikten Maßnahmen auch so bleibt. Wenn diese wieder nach und nach gelockert sind, ist auch die Wissenschaft hoffentlich schon wieder weiter mit besseren Medikamenten oder vielleicht geht es auch schon vorwärts in Richtung Impfung, wie man ja jetzt von einem großen Pharmakonzern hört, der schon einen Impfstoff produziert, aber mit dem Vertrieb dann noch auf die Bestätigung durch die Studien warten muss. Aber so kann es trotzdem schon wieder insgesamt schneller gehen.
Wir würden im Moment wohl selbst auch kaum nach Madrid fahren, ja nicht einmal gerne in eine andere sehr große Stadt. Malaga, Sevilla, Granada, ja, das würden wir machen.
Aber wir fühlen uns hier in Nerja gut aufgehoben - in unserer ländlichen Ecke - und denken, dass in solchen Gegenden wie hier das normale Leben als erstes wieder eine Berechtigung hat. Sayalonga, Competa, Torrox, etc. Überall dort muss man an einigen Stellen wie den Stränden und den Restaurants auch weiterhin auf Abstand achten, einfach rein zur Vorsicht. Aber zumindest wird das nicht unsicherer sein als in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Dorf.
Natürlich - wenn wir aus Deutschland hierher reisen würden, würden auch wir uns auf dem Flug schützen mit Handschuhen und Mundschutz, aber hier vor Ort wäre man auf den Straßen sicherlich nicht gefährdeter als im Norden von Europa. Und man sieht ja im Moment, dass warmes Wetter auch zu helfen scheint. Wenn man also hier im Hinterland oder auch in den kleinen Küstenorten wie Nerja im Sommer oder später Urlaub machen möchte, kann man ein gutes Stück Hoffnung haben, dass das klappen könnte und ein schöner Urlaub werden kann. Wenn die Politik mitspielt...

Und noch ein Wort zu Sardinien, wohin wir wegen unserer Ferienwohnung und unserer Freundin Lydia auch ständig Kontakt haben:
Sardinien hat fast 2 Millionen Einwohner, und bis auf 3 große Städte ist alles in Dörfern und kleinen Städten angesiedelt. Dort gibt es Stand Anfang April bei dieser riesigen Einwohnerzahl unter 800 Fälle (inklusive der 120 Geheilten). Auch hier heißt es dann trotzdem offiziell immer nur 'Italien'. Eine Insel wie Sardinien kann somit doch coronatechnisch nicht wie das Land Italien betrachtet werden? Der Virus hält sich nicht an politische Grenzen und innerhalb eines Landes gibt es wie gesagt ganz unterschiedliche Gebiete.....
Auch Anfang Mai hat Sardinien weiterhin tolle Werte...

Ein aktueller Hinweis Anfang April hier zu einem aktuellen Märchen in Facebook:
Wir haben hier keine (oder nur mal vorübergehend für Spezialaufträge) Militärpolizei in Nerja, ganz im Gegenteil. Unsere Polizei hilft teils noch aus.
Ein Foto von einer vorsorglichen Desinfektionsaktion im Gesundheitszentrum (reine Prevention) haben diese Fotos entstehen lassen. Ein Hurra in diesen Zeiten auf Facebook und Konsorten. Sie können zweifelsohne helfen, aber im Moment irritieren sie mehr und verbreiten mehr 'Fakemeldungen' (auch gefälschte Fotos etc.) als Wahrheit. Wir leben hier, mein Mann hat die Praxis für Notfälle geöffnet (er ist dreisprachig und zahnchirurgisch sehr versiert - wird also dringend gebraucht) und ist täglich von zuhause in die Praxis und zurück unterwegs.

Wir haben einige recht verlässliche Quellen aus medizinischen Kreisen bzw. Kanälen und wissen viel mehr von hier 'vor Ort' als die deutschen Nachrichten. Außerdem können wir spanisch und können hier die echten, seriösen Meldungen vor allem für Andalusien und die Costa del Sol gut verfolgen. Nur mal eine Zahl in den Raum gestellt : Anfang April gab es ca. 8700 Infizierte insgesamt (aktiv) in ganz Andalusien und Andalusien hat ca. 8,41 Millionen Einwohner.... und wie gesagt, die Maßnahmen haben sicherlich ihren Teil getan - die wir hier seit 14.03.2020 hatten und einig immer noch haben. Und nun werden auch hier die Maßnahmen wieder gelockert - aber im vernünftigen Sinne, so dass größere Ansammlungen von Menschen und natürlich Massenansammlungen weiterhin vermieden werden sollen... Und auf dem Dorf hat ja sowieso nichts in der Art stattgefunden wie die rieisigen Demonstrationen zum Weltfrauentag am 08.03. in z. B.  Madrid und Barcelona - die leider wohl die vergangenen hohen Zahlen ausgelöst haben, wie hier fast jeder meint.

Nun geht es wieder aufwärts... Darum sicherlich bald wieder 'Herzlich Willkommen in Andalusien'...


08.05.2020 - Hier bei uns (und in sehr vielen anderen Gebieten in Spanien) sieht es ziemlich gut aus, was Corona angeht. Natürlich hat Spanien - seit Beginn der Coronakrise gerechnet - insgesamt die höchste Gesamtzahl der Coronafälle in Europa. Man kann die Vergangenheit ja nicht weghexen. Aber die sind doch schon wieder genesen. Man sollte lieber nach aktuellen Fällen schauen und immer nur die pro Region dann vergleichen.
Mittlerweile gibt es durch die vergangene hohe Zahl (wenn man die symptomfreien Fälle, die man nicht kennt und die Dunkelziffer, die jedes Land hat, auch noch mit einbezieht ist es ja noch besser) doch aber auch viel mehr Leute, die es schon hatten und sich dadurch nicht mehr anstecken können, wie gesagt wird. Also würde vielleicht auch die zweite Welle - über die zurzeit überall diskutiert wird - wenn sie denn kommt, hier wahrscheinlich deutlich niedriger ausfallen?
Und wir können es langsam nicht mehr hören aus der deutschen Presse, ...Spanien wird im Moment zum Buhmann in Europa gemacht.
Die Spanier sind langsam von den Deutschen und Österreichern etc. ziemlich enttäuscht, weil seitens der Touristen aus dem Norden so viele Reisen zu früh und unbegründet storniert werden, das hören wir von überall. Es sieht ja wirklich hier auch in sehr vielen Gebieten nicht viel anders aus als im Heimatland im Norden.
Natürlich..., wir selbst können das (eigentlich sogar beiden Seiten) verstehen. Wir Deutschen sind schon ziemlich vorsichtig und agieren häufig sehr vorausschauend - manchmal auch ein bisschen zu viel, stimmts?
Wir sehen oft als Beispiel 10 Probleme am Horizont und versuchen sie schon weit im voraus zu bekämpfen. 8 oder 9 davon erreichen uns aber oft gar nicht, wir haben uns also dann umsonst gesorgt und Energie in etwas gesteckt, was gar nicht hätte sein müssen. Teilweise auch voreilige Entscheidungen getroffen. Passiert uns alles ganz genauso - heutzutage etwas weniger, aber immer noch. Und die anderen ein oder zwei Probleme, die uns davon dann vielleicht erreicht hätten, könnte man vielleicht auch noch akut und aktuell behandeln, dann wenn es eben wirklich notwendig ist. Wir sind oft so erzogen worden.... Das soll absolut keine Wertung (ab und an ist das ja auch hilfreich und sinnvoll - und wir sind wie gesagt genauso).
Aber das ist wahrscheinlich im Moment oft der Grund für die ganzen sehr frühen und manchmal überbesorgten Stornierungen aus dem Norden. Denn wenn die Vermieter und Hotelliers auch Umbuchungen anbieten, könnte man ja auch noch bis kurz vor dem Urlaub warten und dann umbuchen, wenn man wirklich genau weiß, dass man nicht reisen kann oder der Flieger nicht geht etc. Und gerade bei Ferienhäusern und Ferienwohnungen auf dem Land ist das Coronarisiko ja sehr überschaubar und mit den separaten Eingängen und bei Ferienhäusern oft großen Grundstücken sicherlich die beste oder sicherste Form zu reisen. Das Fliegen ziemlich sicher zu sein scheint, hatten wir ja weiter oben bereits angesprochen.
Nun können die Spanier und vor allem die Andalusier diese andere Mentalität nicht so wirklich nachvollziehen. Sie sind eben anders erzogen worden. Und in vielen Dingen gefällt uns allen die entspanntere Haltung ja auch. Wir leben deswegen und wegen des guten Klimas hier und Sie machen deswegen in Andalusien Urlaub. Und oft macht diese enspanntere Haltung ja auch Sinn, um manchmal nicht so übereilt zu handeln, wo es nicht notwendig wäre. 
Zurück zum Thema - wir schauen natürlich immer noch viel deutsches Fernsehen und lesen online die deutsche Presse: Bedeutet in Deutschland die Pressefreiheit, dass die Presse auch die Freiheit hat, sich lenken zu lassen? So wirkt es wirklich im Moment auf uns. Und könnte man da die Politik dahinter vermuten?
Wir haben hier genauso wie Deutschland einen Stufenplan, wie bis Ende Mai (und der Rest bis 25.06.) alles wieder gelockert wird. Das ist in Deutschland auch so. Und wir werden hier mittlerweile auch von Andalsien in keine Distrikte unterteilt, was die eventuellen vorübergehenden Rücknahmen einzelner Lockerungen angeht, falls die einzelnen Zahlen vorübergehend etwas schlechter werden sollten. Das ist in Deutschland auch so. 
Wo ist also bitte der Grund, dass Deutschland von der deutschen Presse fast schon in den Himmel gelobt wird und hier reisen wieder möglich ist und selbst Frankreich in zahlreichen Sendungen mit guten Lockerungen erwähnt wird - und dann über (natürlich wieder mal 'Gesamt'-)Spanien gesagt wird, Spanien wäre noch soooo vorsichtig. Selbst Madrid soll wahrscheinlich einige Lockerungen bekommen, aber in Maßen. Aber der Rest von Spanien, gerade der Süden, wo es gut aussieht und die ganze Zeit gut aussah, ist von Deutschland nicht so sehr zu unterscheiden, was die Lockerungen angeht. Vielleicht sind wir 2 Wochen hinterher, aber das zählt doch für den Tourismus ab Mitte Juni nicht mehr wirklich. Langsam erscheint es endgültig klar, dass man im Norden versuchen möchte, den Tourismus ins beliebte Spanien noch so lange wie möglich zu verhindern und ins eigene Land und Österreich umzulenken, den da gibt es anscheinend Absprachen, die fast nicht mehr zu übersehen sind.
Komisch, dass wir uns hier auch nicht unsicherer fühlen als in Deutschland und unser eigener Test aufgrund einer Hoffnung, dass unsere Erkältung im Februar hoffentlich vielleicht schon Corona war, negativ ausgefallen ist. Wir gehen zur Arbeit, joggen, spazieren, einkaufen etc., wie alle Deutschen in Deutschland auch. Und sobald die Strände in Kürze hier wieder geöffnet sind, werden wir am Wochenende auch (unter Einhaltung der Vorgaben natürlich) wieder an den Strand gehen. Hier gibt es nicht mehr Grund zur Sorge als im Norden, sprich Deutschland oder Österreich. Mittlerweile nehmen wir wirklich stark an, dass diese ganzen übetrieben negativen Darstellungen in der deutschen Presse Absicht sein müssen, um gewisse Ziele zu verfolgen. Es wird natürlich nicht gelogen, aber wenn man in Spanien nur eine ältere Dame interviewt, die dann sagt, sie mache sich (Überraschung in ihrem Alter) sehr große Sorgen, weil viele Leute die Vorgaben nicht ernst nehmen würden und sich fast wieder normal benehmen, dann ist das nicht ganz fair. Draußen ist es ja in Deutschland ja auch soooo anders, ja? Und es ost vielleicht da auch nicht ganz so wichtig, wie in Supermärkten und Läden? Und da sieht es hier geregelter aus als im Norden, hat man so den Eindruck.
Wir könnten diese Vergleiche und Schilderungen hier noch stundenlang fortführen, aber es lohnt einfach nicht, es wird nicht objektiver und fairer werden. Es war uns nur wichtig, einmal zu schildern, was da anscheinend gerade passiert. Lassen Sie sich also nicht beeindrucken. Wenn man bald wieder nach Andalusien reisen kann, ist es hier auch nicht viel anders als in Ihrem Heimatland...


Wichtiger Hinweis! Aufgrund von zeitlicher Belastung in allen Belangen (vor allem auch bzgl. unserer Zahnarztpraxis in Nerja) bitten wir Sie um Verständnis, dass unsere Webseite für die Vermietung zurzeit zwar ziemlich aktuell ist aber nicht so sehr, wie man es meistens sonst von uns gewohnt ist. Immer wenn mal kurz 'eine Lücke' vorhanden ist, wird sie auf dieser 'Corona-Seite' hier aktualisiert. 
Und es tut uns auch leid, dass wir E-Mails nicht immer in der gewohnten Qualität/Ausführlichkeit & Schnelligkeit beantworten können. Die normale Zusage der 24 Stunden-Beantwortung müssen wir im Moment vorübergehend aussetzen, bemühen uns aber immer, so schnell wie möglich zu antworten... 

Die Situation ist mittlerweile (Mitte Mai) deutlich weniger spektakulär - alles normalisiert sich langsam wieder. Aber wir müssen beide immer noch sehr viel für die Praxis arbeiten. 80% unseres Personals kann nicht arbeiten, weil die Kinder zuhause sind und betreut werden müssen. Und 'Tele-Zahnarzt' über das Internet ist nun mal nicht möglich ;-)