Fussbodenheizung - Kosten und Nutzung

Hinweise zu den Kosten einer Fußbodenheizung:

Obwohl diese Heizungsform der elektrischen Fußbodenheizung eigentlich technisch gesehen sogar als stromsparend eingestuft wird, da man einen Raum nicht so hochheizen muss, um einen ähnlichen Wohlfühl-Effekt wie mit einer konventionellen Wandheizung zu erzielen, entstehen bei der Nutzung der Fußbodenheizung im Winter je nach Temperaturwünschen oft deutlich höhere Kosten für den Strom. Im Winter, wenn Sie es gerne richtig kuschelig warm haben wollen, müssen Sie preislich damit rechnen, dass Sie bei der Villa Casa Almendros (111 m²) von 70 bis ca. 150 EUR/Woche an zusätzlichen Kosten für die Fußbodenheizungen haben können - je nach Mentalität, wie warm man es haben möchte. Der höchste Wert 'ever', den wir jemals hatten waren ein doch eher Extrem von Gesamtstromkosten im Ferienhaus in Sayalonga, Casa Almendros. Das waren 250 EUR in einer Woche - im Februar 2018 mit doch ziemlicher Kälte - ein Kaltlufttropfen, der vorrübergehend sogar mal für ein paar Stunden Schnee und Kälte bis an die Küste brachte. Einer eher ungewöhnlichen und für hier ziemlich langen, eher kalten Phase über ungewöhnlich viele Tage (selbst die alten Andalusier hier sagten, das hätten sie in Ihrem Leben nur ein oder zwei Mal erlebt, dass so ein Kaltlufttropfen so lange angehalten hätte). Die beiden Kamine des Hauses plus Energiespar-Wandheizungen reichen sonst oft sogar aus, das reicht teilweise für eine genügende Wärme im Haus (zumal es ja im Wohnzimmer den Sonneneffekt mit den großen Fenstern gibt). Aber trotzdem sollten Sie die deutlich höheren Kosten fürs Heizen zusätzlich im Vorfeld sicherheitshalber mit einkalkulieren. Denn die meisten Gäste merken dann schon vor Ort, dass so richtig schön warme Füße etwas Feines sind und bevorzugen, das Geld zu investieren für ihren kompletten Wohlfühlurlaub. Aber die Ausgaben sind - wenn auch machbar - wirklich deutlich spürbar in der Stromrechnung.

Und bei den günstigeren Winterpreisen im Wochenmietpreis ist das ja auch kein Problem, dieses Geld zusätzlich in den Preis mit einzubeziehen, wenn man es vorher weiß. Schließlich kosten fast alle unsere Feriendomizile ca. nur fast den halben Wochenpreis im Winter, verglichen mit dem Sommerpreis. Verlieren aber durch die Zusatzangebote nicht wirklich an Komfort.
Wir legen großen Wert darauf, immer gleich im Vorfeld alles offen zu legen, damit es nicht zu Missverständnissen kommen kann. Die Ausgabe für den Strom ist auch im Winter nicht immer bei allen Gästen so hoch, aber besser Sie freuen sich nachher über weniger, als dass Sie entsetzt sind, was Sie da geheizt haben. Wir haben eine Woche lang z.B. im Winter 2016/2017, einem nicht sehr harten Winter, mal mit der Familie selbst getestet und lagen bei ca. 90 EUR in der Woche zusätzlich für die Fußbodenheizung im Winter, alle Bereiche waren schön warm, aber das ist natürlich immer subjektiv, einige Gäste haben etwas mehr verbraucht, andere deutlich weniger. Ist ja oft eben auch Mentalitätsfrage und immer, was für ein Wetter man erwischt... Mittlerweile hat der Stromanbieter den Preis erhöht, aber so hat man eine ungefähre Idee. Vielleicht wären das jetzt mittlerweile zusätzliche 110 EUR, das ist aber nur so eine ungefähre Annahme.

Bei Capuchinos 60, Capuchinos 13 und San Francisco 25 ist jeweils auch eine Fußbodenheizung in allen Räumen vorhanden, dort rechnen wir je nach Gästementalität und Häufigkeit der Nutzung und abhängig natürlich vom Wetter mit einem eventuellen Mehrverbrauch gegenüber den anderen Wohnungen ohne Fußbodenheizung von 30 bis 60 EUR pro Woche im Vergleich zu den üblichen Stromkosten. Das liegt natürlich neben Wetter, Temperaturen und Gästementalität und -wünschen auch an den Quadratmetern der jeweiligen Wohnung. Bei mehr Erfahrungswerten werden wir  diese Werte gerne hier nachreichen.

Hier noch mal die Hinweise zur Nutzung bzw. Bedienung der Fußbodenheizung:

Sie sollten den Fußbodenfühler der Fußbodenheizung auf ca. 24 bis 27 Grad stellen (das hat nichts direkt mit der Raumtemperatur zu tun). Dafür öffnen sie die kleine Klappe in der Mitte des Thermostaten (klappt seitlwärts auf wie ein Türchen in der Mitte), überprüfen, ob die Heizung überhaupt an ist (beigefarbenen Schalter links drücken wenn nicht) und stellen über die blauen und roten Pfeiltasten die gewünschte Bodentemperatur ein). Die Höhe dieser Einstellung ist auch wieder Mentalitätssache jedes Einzelnen und was man einfach so braucht an Wärme. Wir stellen unsere Fußbodenheizung bei uns hier in Nerja zu Hause (gleiche Marke, gleiche Installationsart) auf 25 Grad, wenn es mal deutlich kälter ist, sogar auf bis zu 27 oder 28 Grad. Man darf wirklich den Bodenfühler nicht mit einerm Fühler für Raumtemperatur (also in der Luft) verwechseln. Im Boden muss es deutlich wärmer sein und außerdem sind die Nummern sowieso nur Anhaltswerte und nicht kalibrierte oder geeichte echte Gradangaben.
Die Kosten lassen sich übrigens aushalten (auch nordeuropäische Öl- oder Gasheizungen kosten ja Geld und Verbrauchskosten) und es ist immer kuschelig warm, wir erreichen so immer ca. 21 bis 22 Grad in den Räumen - wenn wir wollen auch mehr. Wir persönlich zahlen lieber die Heizkosten, leiden aber dafür eben auch nicht wie die Spanier unter dieser typischne andalusischen Kälte in den Wohnungen. Die Andalusier sind das gewöhnt, die haben ihre eigenen Methoden (Unter-Tischheizungen mit lang runterhängender Tischdecke zum Beispiel und die ganze Familie sitzt dann da abends und wärmt sich) und ziehen sich im Haus sehr warm an. Wir Nordeuropäer sind gewöhnt, in den Wohnungen und Häusern mindestens 21 Grad zu haben, deswegen müssen wir da heiztechnisch mehr 'ran'. Wärme die über eine solch große Heizfläche wie den Boden nach oben steigt ist sowieso relativ energiesparend, da sie im Boden nicht nur produziert sondern auch gespeichert wird (es sind keramische Porzellanfliesen, die diesen Effekt bewirken, bei Steingutfliesen etc. würde Fußbodenheizung nicht gehen).
Ein wichtiger Hinweis noch: Wir kündigen es ja an vielen Stellen an, so auch in den Beschreibungen, die Sie von uns erhalten... die Höchstmenge an Strom pro Stunde wird hier in Spanien per Norm/Gesetz und dem Stromanbieter (der auch halbstaatlich ist) technisch begrenzt. Es gibt in den Sicherungskästen und/oder draußen in den Stromzählern sogenannte ICPs. Das sind Strombegrenzer, ähnlich den herkömmlichen Sicherungen, die man so kennte.
ollten Sie also Kochen, gleichzeitig noch den Geschirrspüler anhaben und vielleicht auch noch der Boiler anspringen, dann kann es leicht passieren, dass dieser Strombegrenzer alles ausschaltet. Gerade natürlich, wenn überall die Heizungen laufen und/oder auch noch die Klimaanlage. Dann sollte man einfach die Heizungen mal für die ein oder zwei Stunden ausmachen bzw. den Geschisspüler oder die Waschmaschine nach dem Kochen oder der Ofennutzung wieder weiterlaufen lassen - und natürlich die entsprechende Sicherung/den Strombegrenzer wieder einschalten nach einer mehrminütigen Abkühlpause.